Schwaben - Versteinerte Unterwasserwelt vor 180 Millionen
Vor ca. 180 Millionen Jahren war die Gegend um Holzmaden (Schwäbische Alb) vom damaligen Jurameer überflutet. In diesem tummelten sich z.B. Fischsaurier, Plesiosaurier, Krokodile, Seelilien, Fische und verschiedene Ammonitenarten. Durch Sedimentation wurden neben Meeresschlamm auch verendete Lebewesen am Boden abgelagert und luftdicht umschlossen. Im Laufe der Zeit hob sich der Meeresboden und das Jurameer trocknete aus. In den ehemaligen Meeresablagerungen des Jurameeres sind heute versteinert im schwarzen Posidonienschiefer eine Vielzahl von Fossilien der damals lebenden Tier- und Pflanzenwelt zu finden. Die damalige Küstenlinie befand sich etwa 100 km östlich bis südöstlich. Funde von Landreptilien, wie Dinosaurier oder Flugsaurier, sind äußerst selten. Bisher wurden nur vereinzelt gut erhaltene Flugsaurier und ein Knochen eines größeren Landdinosauriers entdeckt.
Holzmaden und die Nachbargemeinde Ohmden sind weltweit bekannt für ihre Funde aus dem Erdmittelalter. 1979 wurde das Fundgebiet um die beiden Gemeinden zum Grabungsschutzgebiet erklärt.
